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Freitag, 11. September 2015

„Refugees welcome – Ihr seid willkommen!“

Fotoaktion "Refugees Welcome"– Wo haben Sie das Plakat aufgehängt?

Die Aktion „Refugees welcome – Ihr seid willkommen!“ der Kieler Nachrichten und Segeberger Zeitung ist auf breite Resonanz gestoßen: Das blau-weiße Plakat hängt mittlerweile an vielen Orten der Region. Nun suchen wir weitere Fotos, die die Resonanz dokumentieren.


 

Von KN-online (Kieler Nachrichten)
veröffentlicht: Freitag, 11.09.2015 14:02 Uhr
aktualisiert: Freitag, 11.09.2015 17:34 Uhr


 


Donnerstag, 20. Juni 2013

„Polizei! Waffe runter! Auf den Boden! Auf den Boden!!!“...

In Bad Segeberg hat die Polizei die Räumung vom Jugendkulturzentrum "HaK - Hotel am Kalkberg" nachgespielt. Vor dem ebenfalls geplanten Abriss des ehemaligen Jugendtreffs "Alten Feuerwache" probte sie dort den Umgang mit widerständigen Hausbesetzern. Die benachbarten Schulen - Gemeinschaftsschule am Seminarweg und das Gymnasium Dahlmannschule - waren ahnungslos. Die Bauamtsleiterin Antje Langethal war verärgert. Denn ihr war versichert worden, dass die Polizei  nur versteckt im Innern des Gebäudes üben wollte. Die Polizei, unter der Vermittlung von Bernd Schulz-Christen, Stadt bekannt für seine Spenden-Aktionen, sah das locker: "Och, das war nur kurz mal 'ne Verspannung…"

(SZ  22.05.2013, "Polizei-Einheiten aus Eutin spielen HaK-Räumung nach")

Freitag, 24. Mai 2013

Radikalisierung geschieht übers Internet... (SZ 24.05.2013)

Im Zusammenhang mit dem Mordanschlag auf einen Soldaten in London berichtet die Segeberger Zeitung (KN, Kieler Nachrichten) heute ausführlich über den "Terror der einsamen Wölfe". Dazu veröffentlicht die SZ auch ein Interview mit Joachim Krause, Direktor am Institut für politischen Wissenschaften der CAU. Krause ist Experte für islamistischen Terror.

In dem Interview betont Krause vor allem die zentrale Rolle, die das Internet bei der Radikalisierung spielt. Allerdings bezieht er sich dabei nur auf den islamistischen Terror. Er stellt dabei fest, "dass die Radikalisierung sowohl über das Internet als auch durch ... Gruppen vor Ort geschieht."

Geschieht die Radikalisierung so nur  bei salafistischen Gruppen? Nicht auch bei NeoNazis?


V-Leute gehören dazu... Bericht der Rechtsterrorismus-Kommission (SZ 24.05.2013)

Die Segeberger Zeitung (Kieler Nachrichten) berichten heute über den Bericht der Bund-Länder-Kommission zum Rechtsterrorismus. Die Experten darin finden den Einsatz solcher Leute zulässig und nötig. Aber sie fordern klare Regeln und Kontrollen - auch für Sicherheitsbehörden allgemein. Ihren ausführlichen Bericht dazu stellten sie gestern während der Innenministerkonferenz in Hannover vor.

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz und niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) sagte dazu in der FAZ, es bestehe ein Konsens zwischen Bund und Ländern über die Notwendigkeit einer zentralen V-Leute-Datei. Bei Einzelheiten gebe es jedoch „unterschiedliche Auffassungen über das Wie und die Tiefe der Datei".

Und der Bundesinnenminister  Hans-Peter Friedrich (CSU) bemängelte, es gäbe "keine „Befehlsketten", um Zuständigkeiten zwischen den verschiedenen Geheimdiensten zu regeln.  Auch müssten die Kontrollen durch externe Stellen verbessert werden:

Friedrich im Deutschlandfunk:  „Nicht allein der V-Mann-Führer ist verantwortlich für das, was da bezahlt wird, und an wen bezahlt wird."

FAZ: V-Leute sollen zentral erfasst werden...

Alte Feuerwache ... (LN+SZ, 24.05.) Jugendzentrum Mühle (LN+SZ 16.05.2013)

Nach der Polizei, die dort zuvor noch üben durfte, rollte gestern der Abrissbagger zur "alten Feuerwache". Der machte nun den ehemaligen Jugendtreff im Zentrum von Bad Segeberg platt. Der Jugendtreff ist jetzt nur noch ein Haufen Schutt. Stattdessen ist am 15.5. die "alte Mühle" als "Jugendzentrum" neu eröffnet worden - angemietet nebenan von Möbel Kraft.  Kosten ca 200.000€/Jahr. Gut so?

Wie auch immer, "die Angebote werden schon jetzt richtig gut angenommen", meinte Tobias Kleine (Soz.päd.) bei der "Eröffnungsparty...". Offenbar von "Promis", denn von denen waren mehr im Bild und im Kleingedruckten als von irgendwelchen Jugendlichen. Lediglich Nils Cohrt, (ehemals im Jugendbeirat) gab zu Bedenken: "Ein Ort für Jugendliche über 18 Jahre fehlt in Bad Segeberg immer noch!"

Dabei hatte die GEWOS-Analyse  2010 bereits das Fehlen eines weiteren Ortes für junge Menschen in Bad Segeberg bemängelt - eine kleine Disco, Club oder Kneipe. Das war bevor das Jugendkulturzentrum HaK - Hotel am Kalkberg platt gemacht wurde (2012). Fehlen da nicht inzwischen 2 Orte für Jugendliche? Und das für die Altersgruppe zwischen 16 und 25 Jahren? Die dürfen nämlich rauchen und Alkohol trinken, aber nicht in der "neuen", "alten Mühle".

Der "Papa" (BGM Schönfeld)  hat´s verboten. Danke!

Keine Alternative... Drittel der Ergebnisse steht schon jetzt fest (LN 14.05., SZ 24.05.2013)

Nachdem die Lübecker Nachrichten bereits am 14. Mai meldeten: "Mancherorts ist die Wahl schon gelaufen", setzte die Segeberger Zeitung heute nach: "Drittel der Ergebnisse steht schon jetzt fest". Gemeint sind damit die Kommunen, in denen nur 1 Partei oder Wählergemeinschaft zur Kommunalwahl antritt. Deren Zahl ist seit der letzten Kommunalwahl 2008 gestiegen, von 25 auf 31. Ein Zeichen für mehr oder weniger Demokratie?

Wie auch immer, in jedem Fall gibt es mindestens 1 Alternative:

1 leerer Stimmzettel ist 1 Stimme für mehr Demokratie,

zumindest als Denkzettel für die Beteiligung der Bevölkerung und Kontrolle der Regierung.

Donnerstag, 23. Mai 2013

Ein "richtiger" Bahnhof... (Forum der KN)

Da sammelt der BBS also Unterschriften gg den geplanten Bahnhof (SZ, 22.05.2013). Aber nicht um ihn zu verhindern oder ein Bürgerbegehern zu erwirken. Stattdessen soll auf den Investor eingewirkt werden. Denn man müsse zufrieden sein, dass ein Bauherr überhaupt bereit ist, die Sandpiste in einen befestigten Parkplatz samt Gebäude zu verwandeln. Alles sei besser als der gegenwärtige Zustand. Wer flüstert denn da im Hintergrund?

Die Stadt Bad Segeberg ist Kreisstadt, Kurstadt + KarlMay-Stadt, mit einer Freilichtbühne vor den Toren Hamburgs. Kommen da nicht genug Pendler und Touristen, um für einen "richtigen" Bahnhof interessant zu sein?

"Denk selbst, sonst tun´s andere für Dich!" (Vince Ebert)

SZ: Unterschriften gg Bahnhof
  

Mittwoch, 22. Mai 2013

"Kein Anzeichen für Pressezensur" (SZ 14.05.2013, Leserbrief Oliver Schäfer, Bornhöved)

"Kein Anzeichen für Pressezensur" überschrieb die Segeberger Zeitung am 14.05. den 2. Leserbrief von Oliver Schäfer, Bornhöved. Schäfer erwiderte darin den Leserbrief  von Magret Bonin "Hexenjagd + Zensur im Internet" (SZ. 11.05.)  Zuvor hatte Schäfer gefordert "Bonin ... entfernen" (SZ 10.05.).

Während Schäfer mit seiner Meinung bereits 2x in der Sache "Rote Karten, Demokratie wählen ..." zu Wort gekommen ist, hat die SZ die Antwort auf "Kein Anzeichen für Pressezensur" bislang unterdrückt. Ebenso ist bis heute kein Wort von der gemeinsamen Erklärung der Initiative aus dem "Segeberger Bündnis für Demokratie + Toleranz" in der SZ veröffentlicht worden. Die Lübecker Nachrichten (Segeberger Nachrichten) haben bislang ebenfalls kein Wort zur gemeinsamen Erklärung der Initiative gebracht.

Kein Anzeichen für Pressezensur?

Diese Parteien kann ich nicht wählen .... SZ 17.05.2013, Leserbrief Joachim Geppert, Bad Segeberg

„Im vergangenen Jahr führte die neofaschistische NPD in Bad Segeberg zwei Informationstische durch. Gegen diese Hetzveranstaltung wurde von (überwiegend jungen) Antifaschisten, darunter selbstverständlich auch Mitgliedern des „Bündnisses für Demokratie und Toleranz" zahlreich und lautstark protestiert. Die Bad Segeberger SPD, deren Stadtvertreter und die Jusos gehörten nicht zu den Protestierenden, sie hielten sich abseits. Zusammen mit Bürgermeister Schönfeld boten sie Wochenmarktbesuchern Punsch an. Beschämend für eine Partei, deren Mitglieder aktiv gegen Faschismus und Krieg gekämpft haben und dabei zu Tausenden von Faschisten gequält und ermordet wurden.

Aber auch die Mitglieder der anderen Bad Segeberger Parteien haben sich nicht, jedenfalls nicht öffentlich und nicht während des Standes der NPD, gegen deren Politik ausgesprochen.

Seit einigen Jahren veranstalten die Stadt Bad Segeberg, die Jüdische Gemeinde und die Evangelische Kirche am 27. Januar zusammen eine Gedenkveranstaltung. Anlaß ist der „Internationale Gedenktages an den Holocaust". Dieses Jahr fand die Veranstaltung in der Marienkirche statt. Ich habe dort keine Stadtvertreterin, keinen Stadtvertreter gesehen. Auch der Bürgermeister war nicht anwesend. Lediglich die Bürgervorsteherin Altner hielt eine – brave Rede.

War dies nicht der Boykott einer gemeinsamen Veranstaltung? Ich empfand dieses Verhalten „unserer" Vor-Ort-Politiker empörend.

Wie wollen diese Leute unseren Kindern und Enkeln erklären, wozu Fremdenfeindlichkeit und Ausländerhass führt, wenn nicht hier und heute dagegen gekämpft wird? Ich messe Parteien und deren Kandidaten nicht an deren Worten, sondern an ihren Taten. Hierzu gehört für mich an erster Stelle der energische und aktive Widerstand gegen alle Erscheinungen der Intoleranz. Dies habe ich bei allen Parteien, die Vertreter im Stadtparlament haben, in der Vergangenheit vermißt. Leider auch bei der SPD, die jetzt kampagnenartig davon ablenken möchte, daß ihre Politik mit dazu beigetragen hat, daß in Bad Segeberg rechte Kräfte spürbar Aufwind bekommen.

Soll ich deshalb die Wahl boykottieren? Nein, ich gehe zu Wahl! Allerdings werde ich ungültig stimmen. Positive Veränderungen in Richtung mehr Demokratie, Toleranz, Offenheit, Bürgernähe und aktive Beteiligung der Bevölkerung lassen sich in Bad Segeberg offenbar nur so erreichen."

Ein "richtiger" Bahnhof... Forum der KN

Da sammelt der BBS, der Bürgeblock Bad Segeberg, also Unterschriften gg den geplanten Bahnhof (SZ, 22.05.2013). Aber nicht um ihn zu verhindern oder ein Bürgerbegehren zu erwirken. Stattdessen soll auf den Investor eingewirkt werden. Denn man müsse zufrieden sein, dass ein Bauherr überhaupt bereit ist, die Sandpiste in einen befestigten Parkplatz samt Gebäude zu verwandeln. Alles sei besser als der gegenwärtige Zustand. Wer flüstert denn da im Hintergrund?
Die Stadt Bad Segeberg ist Kreisstadt, Kurstadt + KarlMay-Stadt, mit einer Freilichtbühne vor den Toren Hamburgs. Kommen da nicht genug Pendler und Touristen, um für einen "richtigen" Bahnhof interessant zu sein?
"Denk selbst, sonst tun´s andere für Dich!" (Vince Ebert)
http://forum.kn-online.de/newreply  (Error 503, Service Unavailable) 

Donnerstag, 16. Mai 2013

Leserbrief 16.05.2013 LN+SZ Schulzentrum - viel Text zu allem

Gestern erschien nur eine Notiz in der Segeberger Zeitung vom Aufsehen erregend klaren Beschluss im Schulverband für eine gymnasiale Oberstufe am Schulzentrum in Bad Segberg. Heute veröffentlichten beide Lokalzeitungen große Beiträge zum Thema. 

In den Lübecker Nachrichten schafft es der Beschluss sogar auf die Titelseite: "Schulzentrum erhält Chance auf gymnasiale Oberstufe". Michael Stamp von der Segeberger Zeitung füllt  in der Segeberger Zeitung fast die ganze Seite 26: "Emotionale Oberstufen-Debatte", "SPD und BBS weiter skeptisch" und sein Kommentar: "Viel Lärm um nichts". Keiner der Redakteure erkennt allerdings eine große Mehrheit - bei 27 Ja-Stimmen und 11 oder 12 Enthaltungen (die Zahlen differieren). Wie groß muss für die Redakteure denn eine Mehrheit sein, um als "groß" wahrgenommen zu werden?

Wie auch immer, die Berichterstattung ist in beiden Blättern korrekt. Im Kasten "SPD + BBS weiter skeptisch" gibt Michael Stamp auch gut die Erklärungen der einzelnen Schulverbandsvertreter wieder, sowie die ihrer Fraktionen. Mit dabei ist ein erhellendes Zitat von Jens Lichte (SPD): "Bad Segeberg hat ein akzeptables und ausreichendes Angebot an gymnasialen Oberstufen." Gut genug für Bad Segeberg? Mit der Note würden jedem Abiturienten "Qualitätsmängel" bescheinigt.

In seinem Kommentar: "Viel Lärm um nichts" schreibt Stamp dann viel Text zu allem: "Eine Debatte zur Unzeit, ... mit hochgradiger Populismus-Gefahr".  Mehr noch: "Es sei wahltaktisch agiert worden..." Keiner könne mit Sicherheit sagen, welche Auswirkungen die neue Konstellation haben werde. Wer kann das denn  bei anderen Beschlüssen?  So verunsichert können alle hier in Bad Segeberg sagen, die neue Oberstufe an der Gemeinschaftsschule Trappenkamp füllte sich, sobald sie eingerichtet war. Zu Lasten der Gymnasien in Bad Segeberg? Im ganzen Land füllen sich gymnasiale Oberstufen. Ist dadurch irgendwo ein Gymnasium gefährdet?.

Die SPD kannte das Thema. Wahltaktisch hätte sie das durchaus nutzen können - wie die Landes-SPD. Wenn die SPD hier in Bad Segeberg einen Sonderweg geht, muss sie sich auch der Verantwortung stellen. Das ist nun mal so, in einer Demokratie. Ist das nicht gut so?

Mit ganz großer Sicherheit hat das Schulzentrum Bad Segeberg nun eine gute Chance auf eine gymnasiale Oberstufe, auch wenn das Bildungsministerium das letzte Wort hat. Insofern war das "Lärm um alles", was Bad Segeberg braucht. Denn "Kinder sind unsere Zukunft". Eine gymnasiale Oberstufe am Schulzentrum gehört notwendig dazu. Warum kann der Kommentator Michael Stamp das nicht erkennen?



Mittwoch, 15. Mai 2013

Leserbrief - SZ 15.05.2013 - O-Stufe am SchulZ. - Tricks

Da beschließt der Schulverband Bad Segeberg mit großer Mehrheit (> 2/3) beim Bildungsministerium einen Antrag auf Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe am Schulzentrum zu stellen, und dem Redakteur der SZ ist das nicht einmal eine Notiz auf der Titelseite wert. Weil niemand dagegen "war"?

Richtig ist, es "stimmte" niemand dagegen. Man "enthielt" sich vornehm. Aber mit einem parlamentarischen Trick versuchten die Gegner den Antrag auszuhebeln. SPD + BBS hatten dazu einen "Gegen-Antrag auf "Verschieben" eingebracht.  Wenn der durchgekommen wäre, bekäme Bad Segeberg wahrscheinlich nie eine derartige Oberstufe. Denn Bornhöved und Wahlstedt wollen auch eine und werden noch in diesem Schuljahr ihren Antrag dazu beim Bildungministerium einreichen. In Wahlstedt haben die Parteien das Ziel sogar in ihr Wahlprogramm aufgenommen, wenigstens mündlich. In Bad Segeberg lautete die langatmige Antwort auf eine diesbezügliche ("dumme") Frage  "Machen Sie sich doch selbst sachkundig!" (Schulverbandsvorsteher BGM Dieter Schönfeld, verkürzt wiedergegeben).

Es gab zur Sache auch keine leidenschaftliche Diskussion im Bürgersaal, sondern leidenschaftliche Erklärungen der Befürworter (Westphal, FDP; Krüger, CDU; Krause, Grüne)... und wieder Tricks von BGM Schönfeld. Schönfeld  hatte dazu dem Schulleiter der Gemeinschaftsschule Bernd Falkenhagen in der Sondersitzung ein Rederecht eingeräumt, aber auch den anderen Schulleitern der Gymnasien in Bad Segeberg, als "mittelbar" Betroffene. Das waren drei - also drei gegen einen. Ist das fair?

Falkenhagen wurde nach seinem Vortrag vor dem versammelten Schulverband von Schönfeld zurecht gestutzt. Er habe mehr als den Schulkonferenzbeschluss vorgetragen... und falsch zitiert. Der Bericht des Landesrechnungshofes sei mehrere Seiten lang. Die angeführten 1 1/2 Seiten seien lediglich dessen Pressemitteilung gewesen.
Der Schulleiter vom beruflichen Gymnasium am BBZ Rolf Kohlmeyer dagegen konnte seine Bedenken gegen eine Oberstufe ungestört vortragen. Hatter er dafür überhaupt einen Schulkonferenzbeschluss? Die anderen beiden verzichteten auf ihr Rederecht.

Wie auch immer, bei aller Leidenschaft, mit dem Beschluss des Schulverbands für eine gymnasiale Oberstufe siegte nicht nur die Vernunft in der Kommunalpolitik von Bad Segeberg. Das ist auch ein Signal zum Umdenken. Denn Kinder sind unsere Zukunft - und nicht Senioren. Nun bleibt zu hoffen, dass Schönfeld seine Trickkiste zulässt.  Der ordnungsgemäße Beschluss der Schulverbandsversammlung kam nur zustande, weil Arne Hansen (BGM von Klein Gladebrügge) darauf bestand, auch noch die "Nein"-Stimmen und die Enthaltungen ermitteln zu lassen. Damit hat der Schulverbandsvorsteher BGM Schönfeld nun den ordnungsgemäßen Auftrag, beim Bildungsministerium den Antrag auf Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe am Schulzentrum von Bad Segeberg zu stellen. Ist im Beschluss eigentlich eine Frist, bis wann der Schulverbandsvorsteher BGM Schönfeld den Antrag stellen muss?

Dienstag, 14. Mai 2013

"Kein Anzeichen für Pressezensur" überschrieb die Segeberger Zeitung heute den 2. Leserbrief von Oliver Schäfer, Bornhöved. Schäfer erwidert damit den Leserbrief "Hexenjagd + Zensur im Internet" von Magret Bonin (SZ, 11.05.)

Schäfer erkennt also "kein Anzeichen von Pressezensur". Dazu erinnert er an die erkleckliche Anzahl von Leserbriefen, die  Bonin in der Vergangenheit habe plazieren können. Offenbar ist ihm nicht aufgefallen, dass in den letzten 2 Jahren von Bonin kaum noch Leserbriefe lokal plaziert wurden.  Bonin wird aber immer noch mit Leserbriefen aus der Zeit von vor 2011 in Verbindung gebracht, positiv, (auch als "Akkordleserbriefschreiber" von Thorsten Beck (SZ). Wo waren denn die "Akkorde"? :-))

Offenbar haben die Leserbriefe gewirkt - auch bei Oliver Schäfer.

In der Sache "Zensur im Internet" verrät Schäfer schönes Insiderwissen vom Segeberger Bündnis für Demokratie+Toleranz - ohne Mitglied zu sein. Es ist richtig, der SPD-Ortsvorsitzende Dirk Wehrmann hat dem Domain-Inhaber rechtliche Schritte angedroht, falls die SPD Bad Segeberg mit der Kampagne "Demokratie wählen..."  in Verbindung gebracht wird. Aber der Domain-Inhaber ist der SPD-Genosse + JuSo-Landeschef Alexander Wagner. Und der macht darum die Homepage vom Bündnis dicht?  Bonin fragt: "Für wie dumm halten die die Leute eigentlich?" "Für ziemlich, für ziemlich!"?
(Bonin bezieht sich dabei auf Henri Nannen (Stern) in einem legendären Fernsehduell 1970 mit Gerhard Löwenthal (zdf-Magazin))

In der Sache "reihenweise Austritte" sind Bonin offiziell nur der Austritt der SPD Bad Segeberg (Dirk Wehrmann), der JuSos Segeberg (Alexander Wagner) und der vom DGB (Rudolf G. Beeth) bekannt. Der Verein für Jugend+Kulturarbeit im Kreis Segeberg (Dieter Fiesinger) lässt die Mitgliedschaft "ruhen". Beide Herren - Beeth und Fiesinger - haben ihre Entscheidung allein getroffen - ohne Anhörung der Initiative "SE-bunt" aus dem Bündnis, die die Kampagne "Demokratie wählen..." gestartet hat.  Verstehen die das unter Demokratie und einen "fairen Prozess"?

Wie auch immer, wenn das Segeberger Bündnis für Demokratie+Toleranz wirklich breit angelegt wäre, könnte dann eine einzige Partei es zum Bröckeln oder Platzen bringen? Denn dafür ist nicht die Initiative "SE-bunt" verantwortlich. Bonin sagt dazu: "Wir wählen die Demokratie..."  - und ganz sicher nicht nur die SPD.