Montag, 16. Februar 2015

Asylbewerber in Leezen: „Ihr seid hier willkommen“

Wer vor Krieg, Hunger und Vertreibung nach Deutschland flüchtet, der dürfte von einem Glücksfall reden, wenn er im Amt Leezen ein erstes Asyl findet. Die Asylbewerber erhalten richtige Wohnungen, bekommen ehrenamtliche „Begleitengel“ an die Seite gestellt und dürfen dreimal pro Woche zum Deutschkursus.

Von Andreas Wicht
veröffentlicht: Samstag, 14.02.2015 07:00 Uhr
aktualisiert: Montag, 16.02.2015 00:27 Uhr

Vahe Chibukhchyan (von links) aus der Ukraine, Habib Obaidi aus Afghanistan und Vivadi Ganiev aus Aserbaidschan besuchen den Deutschkursus von Manfred Neumann aus Neversdorf.

Leezen. Jeden letzten Mittwoch im Monat kümmert sich eine Sozialarbeiterin vom Kreis Segeberg mit Hilfe eines Dolmetschers um die Grundbedürfnisse der Asylbewerber. Diese Termine sind regelmäßig sehr gut besucht.

Samstag, 7. Februar 2015

"Damals in der Kreutzkampsiedlung"

Die Geschichtswerkstatt der Bad Segeberger Volkshochschule sammelte Fakten und Geschichten aus alter Zeit.
© Fotos: Silvie Domann - 06.02.2015 22:10 Uhr

Freundinnen aus Kindertagen: Gisela Hille, Irmgard Möhlenbrock und Elke Deffert. Irmgard Möhlenbrock ist eines der Mädchen auf dem Foto zum Siedlungsfest und war zum Vortrag eigens aus Buchholz in der Nordheide angereist.

Damals in der Kreutzkampsiedlung

Dienstag, 27. Januar 2015

"Night will fall" den Toten ein Gesicht geben - arte

 

Von Hendrik Feindt, sueddeutsche.de


Filmen ohne Ausnahme:
Ein britischer Soldat bei der Arbeit mit der Kamera.
(Foto: MDR/IWM Film)


"Night will fall" erzählt von einem britischen Lehrfilm über deutsche Konzentrationslager, der lange unvollendet blieb und nun - sieben Jahrzehnte später - rekonstruiert wurde. Auch die Doku über die Doku spart nicht an heftigen Bildern.

Im Frühsommer 1945 ließen die Alliierten "atrocity pictures" genannte Gräuelfilme produzieren. Sidney Bernstein, Berater des Informationsministeriums in London und später mit Alfred Hitchcock Gründer einer Filmproduktion, erinnert sich: "Den Kameramännern in Bergen-Belsen sowie in den Konzentrationslagern, die wir noch befreien sollten, gab ich die Anweisung, alles zu filmen, was eines Tages beweisen würde, dass dies wirklich geschehen war. Der Film sollte eine Lehre für die Menschheit werden, auch für die Deutschen. Für sie machten wir diesen Film."

Doch Bernsteins Film aus den Aufnahmen von Frontberichterstattern bekam niemand zu sehen. Wiewohl bereits zu fünf Sechsteln geschnitten und mit ausführlichem Kommentar versehen, wurde er im August 1945 zunächst auf Eis gelegt. Und hernach samt Skript in die Archive des Imperial War Museum in London eingelagert.